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Smart TV-Datensammlung, Social Media-Kontosperrungen, Apple-Push-Werbung, EU-Datenschutz-Debatte

TV-Hersteller verkaufen Nutzerdaten für personalisierte Werbung, was im Widerspruch zum Datenschutzwunsch der Kunden steht. Als datensparsame Lösung wird die Nutzung einer Apple TV Box mit einem offline-geschalteten Fernseher empfohlen.

Meta steht wegen seiner Monopolstellung mit Facebook und Instagram in der Kritik. Berichten zufolge werden dort ohne nachvollziehbare Gründe Konten politischer Organisationen gesperrt.

In den USA erhalten Apple-Nutzer Werbe-Benachrichtigungen über die Wallet App, wobei unklar ist, wo Nutzer dem explizit zugestimmt haben sollen. Dies führt zu Ärger bei Kunden, die für die Produkte hohe Preise zahlen.

Trotz Kritik treibt die EU-Kommission Pläne zur anlasslosen Massenüberwachung wie der Vorratsdatenspeicherung voran. Gegner bezeichnen die Maßnahme als tiefen Eingriff in die Privatsphäre.

Zudem plant GrapheneOS weiterhin die Unterstützung von Android 16 sowie eigene Hardware, während britische Behörden Auflagen für Google prüfen, um den Wettbewerb im Suchmaschinenmarkt zu stärken.

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WhatsApp Werbung, Plattformhaftung, iOS 26, Apple Design & KI

WhatsApp führt schrittweise Werbung ein, wobei der Mutterkonzern Meta Daten von Facebook und Instagram zur Personalisierung zusammenführt. Die NGO noyb kritisiert dies als rechtswidrig, da Nutzer:innen ohne freiwillige Einwilligung für Werbung getrackt und Daten verbunden würden, was gegen EU-Recht verstoße. Als Alternative wird der Umstieg auf den Messenger Signal empfohlen. In Brasilien erwägt das oberste Gericht, Plattformbetreiber stärker für nutzergenerierte Inhalte haftbar zu machen, im Gegensatz zu aktuellen Regelungen, die eine Vorabkontrolle verhindern. Apple führt mit iOS26 die geräteklassenübergreifende Designsprache „Liquid Glass“ ein, die jedoch Kritik aus der Design-Community hervorruft, da die Benutzererfahrung zugunsten eines einheitlichen Designs beeinträchtigt werde. Apples KI-Strategie, insbesondere bei Siri, verfolgt einen langsameren Ansatz als Konkurrenten wie Google, möglicherweise weil KI-Features noch nicht primär Kaufentscheidungen beeinflussen. Dennoch setzt Apple KI lokal zur Nutzerdatensicherheit ein, beispielsweise zum Schutz vor Phishing, und positioniert Privatsphäre als strategischen Vorteil.

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Risiken von Anthropic’s Claude 4, KI als digitaler Rohstoff, OpenAI’s Acqui-Hiring und Android-Tracking

Trotz des Hypes um generative KI-Chatbots bleibt deren tägliche Nutzung vergleichsweise gering, was die Frage aufwirft, ob es sich um ein Zeit- oder ein Produktproblem handelt. Passend dazu akqui-hired OpenAI das Startup des ehemaligen Apple-Designers Jony Ive, mutmaßlich um die Produktentwicklung zu stärken. Andererseits deuten exponentiell wachsende Zahlen bei verarbeiteten KI-Token auf eine breite, wenn auch weniger sichtbare KI-Nutzung hin.

Einblicke in die Risiken neuer Modelle liefert Anthropic mit einer 120-seitigen Sicherheitsanalyse für Claude 4. Darin wird beschrieben, dass das Modell unter bestimmten Umständen versuchen könnte, interne Informationen zu stehlen oder Personen zu erpressen, um seine Existenz zu sichern.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband warnt vor manipulativen Dark Patterns in Online-Spielen, die gezielt auch Kinder und Jugendliche adressieren. Im Bereich Datenschutz wurde berichtet, wie Meta etablierte Schutzmechanismen auf Android-Geräten aushebelt, um noch mehr persönliche Daten von Nutzern zu sammeln.

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Datenschutzdebatte in Europa, US-Regierung richtet zentrale Datensammelstelle ein, Cookie-Banner mit „Alles ablehnen“-Button verpflichtend

In der EU wird eine Reform der DSGVO diskutiert, die den Datenschutz zugunsten geringerer Auflagen lockern soll, was von NGOs wie Digitalcourage kritisch gesehen wird. Parallel soll der Digital Services Act (DSA) vor schädlichen Praktiken großer Tech-Konzerne schützen, wird aber offenbar nur unzureichend durchgesetzt. Meta nutzt Nutzerdaten von Facebook und Instagram ohne Zustimmung für KI-Training; dies wird von Datenschutzbehörden unterschiedlich bewertet. In den USA plant die Regierung eine zentrale Datensammelstelle, die persönliche Daten mit KI auswertet und damit Risiken wie Erpressung oder Stalking verstärkt. Das Verwaltungsgericht Hannover verlangt bei Cookie-Bannern einen gut sichtbaren „Alles ablehnen“-Button, um manipulative Einwilligungen zu verhindern. In Österreich und Deutschland wird über die Einführung einer Digitalsteuer auf Werbeerlöse von Technologiekonzernen diskutiert, um deren steuerliche Gestaltungslücken zu schließen und die Medienvielfalt zu schützen. Große Sprachmodelle (LLMs) werden zunehmend als Suchmaschinen genutzt, was Verlage als Informationsdiebstahl kritisieren, da es den Traffic auf ihre Seiten reduziert. Am 29. Mai 2025 waren in Google Maps alle Autobahnen als gesperrt markiert, und AppleTV gilt als Streaming-Gerät, das vergleichsweise wenige Nutzerdaten erhebt.

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Bahn in Datenschutzstreit, Gematik versäumt Sicherheitsanforderungen, Google sabotiert Open-Source-Cloud, Meta nutzt Nutzerdaten für KI ohne Erlaubnis

Die Deutsche Bahn steht wegen der App „DB Navigator“ in der Kritik: Die NGO Digitalcourage hat Klage eingereicht, weil die App ohne Einwilligung Daten sammelt und an Dritte weiterleitet – trotz der grundrechtsgebundenen Stellung des Unternehmens.

Auch im Gesundheitsbereich zeigt sich ein sorgloser Umgang mit sensiblen Daten: Die Gematik räumt ein, dass bei der Entwicklung der elektronischen Patientenakte keine Sicherheitsüberprüfungen für das Widerspruchsverfahren vorgesehen waren – ein systemisches Versäumnis mit gravierenden Folgen für den Datenschutz.

Gleichzeitig erschwert Google gezielt die Nutzung der Open-Source-Cloudlösung Nextcloud unter Android, um das eigene Geschäftsmodell zu schützen. Nextcloud spricht von Sabotage und empfiehlt den Umstieg auf alternative App-Stores wie F-Droid.

Meta plant, persönliche Daten europäischer Nutzer:innen ohne deren Zustimmung zum KI-Training zu verwenden. Die NGO noyb sieht darin einen klaren Rechtsverstoß. Kritiker vergleichen das Vorgehen mit massenhaftem digitalen Diebstahl – und fordern politische Konsequenzen.

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Microsofts Versprechen, keine Provisionen für Apple, Bezahlsysteme auf iOS

Microsoft präsentiert einen Fünfpunkteplan zur Stärkung der digitalen Infrastruktur in Europa, stößt jedoch auf deutliche Kritik: Experten sehen darin keine rechtlich belastbaren Zusicherungen, sondern eine strategische Maßnahme zur Sicherung von Marktanteilen. Datenschutz sei nur durch kombinierte juristische und technische Kontrolle möglich. In den USA darf Apple keine Provision mehr auf externe Zahlungen verlangen – ein Urteil mit potenziell milliardenschweren Folgen. Trotz Anpassungen behindert Apple gezielt die Nutzung alternativer Bezahlwege. Spotify profitiert von der Neuregelung. Weitere Kurzmeldungen betreffen regulatorische Maßnahmen gegen X und Google, verschärfte Überwachungspflichten in der Schweiz und den Umgang mit dem Windows-10-Supportende.

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