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Digitale Transformation, Open Source in der Verwaltung, Tech-Regulierung und Monopol-Kontroversen

Das Internet erlebt einen Wandel von Suchmaschinen zu Chatbot-gesteuerten „Antwortmaschinen“, was Einnahmeverluste für Webseitenbetreiber bedeutet. Cloudflare bietet an, das unbezahlte „Scrapen“ von Inhalten durch Chatbots zu verhindern und sieht eine Zukunft, in der Chatbot-Anbieter für exklusive Inhalte zahlen.

Schleswig-Holstein setzt in seiner öffentlichen Verwaltung auf Open-Source-Software. Dies soll Transparenz, Souveränität und langfristige jährliche Einsparungen von fünf Millionen Euro nach anfänglichen Investitionen von zehn Millionen Euro gewährleisten, wobei Entwicklungen in die internationalen Projekte zurückfließen.

Die US-Behörde FTC fordert US-Tech-Unternehmen auf, sich nicht an den EU Digital Services Act (DSA) zu halten, der die Bürgerrechte schützen soll.

Die Stiftung Warentest untersucht den oft verdeckten Einfluss von KI-Scoring und Algorithmen auf Entscheidungen wie Kreditvergabe und fordert Transparenz sowie aktive Schritte bei ungerechten Entscheidungen.

Ein US-Gericht stellte Googles illegale Monopolbildung fest; das Urteil wird jedoch kritisiert, da es Googles Macht kaum einschränkt.

Kurzmeldungen: Apple macht Sideloading für den DMA unkomfortabel, Google schränkt Android-Nutzerkontrolle ein, es gibt eine Einführung in anpassbare User Interfaces, Mastodon kann Altersverifikationsregeln nicht umsetzen, Film „Käufe“ bei Amazon sind Lizenzierungen, und Google erhielt Millionenstrafen für Spam und Datensammlung.

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Britische Altersprüfung, Supermarkt-Rabatte, Mehrwertsteuer für kostenlose Nutzerkonten, Enshittification und Sommerpause

Großbritannien führt Altersverifikationen für pornografische und Social-Media-Angebote ein, denen einige große Anbieter nachkommen. Kritiker wie Sebastian Meineck (netzpolitik.org) sehen dies als symbolische Geste, die durch VPNs umgehbar ist und als ersten Schritt zur Kriminalisierung von Anonymisierungsdiensten wie Tor.

Microsofts Copilot plant die Auswertung von Anwendungsdaten, was der Brave-Browser verweigert. Großbritannien plant eigene BigTech-Regulierungen nach EU-Vorbild. Italien fordert Mehrwertsteuer für kostenlose Nutzerkonten, wenn die Plattformanbieter die Daten der Nutzer verkaufen. Supermärkte gewähren Rabatte im Tausch gegen persönliche Daten und der c’t uplink Podcast thematisiert die „Enshittification“ von Produkten und Webdiensten.

In eigener Sache: Mit diesem Beitrag verabschieden wir uns in die Sommerpause. Ab der 2. Septemberwoche (KW37) melden wir uns zurück.

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X-Ermittlungen, WeTransfer, Altersverifikation, Gmail-E-Mail-Übersetzung und 5.000€ die Zweite

Frankreich hat strafrechtliche Ermittlungen gegen X wegen Datenmanipulation und betrügerischer Datenausleitung als „organisierte Bande“ eingeleitet. Die EU ermittelt ebenfalls gegen X; NGOs werfen zudem den Missbrauch sensibler Nutzerdaten für Werbung vor. Trotz Bedenken wird die „Chatkontrolle“ weiter forciert. WeTransfer sah sich nach dem Versuch, Rechte an übertragenen Inhalten zu sichern, zu einer Rücknahme gezwungen. Frankreich führt einen Standard zur datenschutzkonformen Altersverifikation ein. Die EU-Kommission stufte Produkte von Shein und Temu als gefährlich ein; zudem ignorieren chinesische Firmen EU-Datenschutzregeln. Gmails Übersetzungsfunktion verfälscht teils E-Mail-Inhalte. Nach dem Leipziger Urteil von 5000 Euro Schadensersatz für Meta-Nutzer gibt es nun Optionen für Klagen. Die EU fordert von Apple die Zulassung anderer Browser-Engines auf iOS, doch Apples Umsetzung erschwert dies für Anbieter. Ein Webprojekt präsentiert die Historie der Mac-Einstellungen von 1984 bis 2004.

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Android-Datenschutzbedenken, KI-Nutzerakzeptanz, Trend zu Langformaten und der Handel mit Sicherheitslücken

Google integriert seinen Chatbot Gemini in Android, was ihm Zugriff auf private Daten wie E-Mails und WhatsApp ermöglicht. Das Deaktivieren der App verhindert den Datenzugriff nicht vollständig. Teilweise überprüfen Google-Mitarbeiter die gesammelten Informationen.

Trotz hoher Entwicklungskosten ist die Zahlungsbereitschaft für KI-Modelle bei Nutzern gering, weshalb Unternehmen diese teils zwangsweise in Produkte integrieren.

Entgegen der Annahme von Medienexperten bevorzugen Internetnutzer zunehmend längere Videoformate über kurze „Reels“, was einen Widerstand gegen Aufmerksamkeitsmanipulation widerspiegelt.

In den Kurzmeldungen geht es um die vom Bundesrat angestrebte Haftungsverschärfung für Onlinehändler wie Amazon bei rechtswidrigen Angeboten und Amazons Plan, die Werbezeit bei Prime auf bis zu sechs Minuten pro Stunde zu erhöhen, was auf Nutzerablehnung stößt. Zudem wird ein Podcast über Spionagesoftware, Geheimdienste und den Handel mit Sicherheitslücken vorgestellt. Schließlich wird die Ansicht des Minecraft-Entwicklers Notch diskutiert, dass Piraterie kein Diebstahl ist, solange Spiele nur als Lizenz erworben werden und nicht als Eigentum.

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DSA-Zugang für Forschung, dreistellige Millionenstrafe für Google, Utiq-Tracking und 5000€ für alle

Der Digital Services Act (DSA) ermöglicht Forschenden den Zugang zu Funktionsweisen großer Online-Plattformen, obwohl zuvor Mängel bei der Umsetzung von DSA-Artikeln beobachtet wurden. Ein kalifornisches Gericht verurteilte Google zu einer Millionenstrafe. Hintergrund ist, dass Android kontinuierlich Nutzerdaten ohne Zustimmung über mobile Verbindungen übertrug, was zu unnötigen Kosten für Anwender führte. Zusätzlich verkaufen Internetprovider wie Telekom und O2 Surfdaten ihrer Kunden an das Trackingunternehmen Utiq, welches geräte- und browserübergreifendes Tracking ermöglicht. Das Landgericht Leipzig sprach einem Facebook-Nutzer 5000 Euro Entschädigung zu, da Meta mit seiner Datensammlung und Übertragung in die USA gegen europäisches Datenschutzrecht verstößt, insbesondere durch Profiling für Milliardengewinne.

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Brasiliens Plattform-Regeln, Facebooks „Cloud Processing“, Apples „Malicious Compliance“ und Swift auf Android

Kanada hat seine Pläne für eine Digitalsteuer zurückgezogen. Im Gegensatz dazu verschärft Brasilien die Regeln für Online-Plattformen: Anbieter können künftig bereits bei Kenntnis von schädlichen Inhalten wie Hassrede zur Verantwortung gezogen werden, was eine Debatte über freie Meinungsäußerung auslöst.

Meta bittet Facebook-Nutzer um die Erlaubnis, regelmäßig Fotos aus der Fotobibliothek des Geräts hochzuladen („Cloud Processing“), um damit KI-Modelle zu trainieren.

Als Reaktion auf EU-Vorschriften (DMA) erlaubt Apple Entwicklern nun, auf externe Zahlungsoptionen hinzuweisen. Gleichzeitig werden jedoch neue Gebühren und technische Hürden eingeführt, die diese Alternative unattraktiv machen sollen – ein Vorgehen, das als „Malicious Compliance“ bezeichnet wird.

Weitere Themen sind Datenschutzrisiken durch IoT-Geräte auch für Nicht-Nutzer, die baldige Unterstützung von Android-App-Entwicklung durch Apples Programmiersprache Swift und das erwartete Ende der Preis-Subventionierung für KI-Dienste.

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