Stand der Digitalisierung, Verlust der Privatsphäre

Ein wöchentlicher Überblick über Entwicklungen in der Tech-Welt – von Apple über Google bis hin zu Themen rund um Datenschutz und Privatsphäre. Zusammengestellt von Kai-Uwe Makowski und Lars Schimanski.

Inhaltsverzeichnis

Zum Stand der Digitalisierung im Dezember 2024

Im August 2022 verabschiedete die Bundesregierung in einem Kabinettsbeschluss die Digitalstrategie Deutschland.

https://de.wikipedia.org/wiki/Digitalstrategie_Deutschland

Die Digitalstrategie gibt einen Überblick über die Vorhaben, die jedes Ressort in eigener Verantwortung in der Legislaturperiode umsetzen soll. Dabei werden Projekte priorisiert, von deren Umsetzung die größte Hebelwirkung zu erwarten ist.

Die Überprüfung und die Bewertung der Fortschritte führt der Beirat Digitalstrategie durch. Dieser veröffentlichte zwei Fortschrittsberichte und einen Abschlussbericht.

https://digitalstrategie-deutschland.de/static/2a5939a867ee70caa0d13473573b23ab/Abschlussbericht_von_Beirat_und_DigitalService.pdf

In diesem Bericht übt der Beirat Kritik.

Viele der Projekte in der Digitalstrategie der Bundesregierung sind keinen klar definierten Wirkungszielen zugeordnet. Das heißt, es fehlt an einer präzisen Beschreibung, welchen gesellschaftlichen Mehrwert sie für welche Zielgruppen bis wann erreichen wollen. Zusätzlich mangelt es während der Umsetzung häufig an validen Daten und Informationen, um zu überprüfen, ob und wie das Projekt zur angestrebten gesellschaftlichen Wirkung beiträgt.

Diese Problembeschreibung wird auch jedem bekannt vorkommen, der mit der Entwicklung von digitalen Produkten vertraut ist. Kunden geben Features in Auftrag (Projektdenken) anstatt messbare Lösungen für bestehende Probleme (Produktdenken) einzufordern.

Verlust der Privatsphäre

Drei Beispiele für die Beeinträchtigung der Privatsphäre durch digitale Produkte:

Es bleibt die Erkenntnis, dass Nutzer weder durch Gesetze noch durch Unternehmen den Schutz ihrer Privatsphäre erwarten können. Ganz im Gegenteil werden alle verfügbaren Daten gesammelt, zusammengeführt, ausgewertet und verkauft.

Nur Daten, die nicht anfallen, können auch nicht missbraucht werden.

Veröffentlicht
20. Dezember 2024
Zuletzt aktualisiert
22. April 2026
Autor
Müller und Wulff GmbH
Warum wir schreiben

Software wird in Monaten gebaut und über Jahre benutzt. Wer in diesem Handwerk gut arbeiten will, muss den Hype vom Bleibenden trennen. Das geht nicht nebenbei.

Unser Werkzeug dafür ist das Schreiben. Der Soziologe Niklas Luhmann brachte es auf Zettel 9/8g auf den Punkt: „Ohne zu schreiben, kann man nicht denken.“

Das Ergebnis zeigen wir auf unserer Website. Wie wir dorthin kommen, steht hier im Blog.

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