Mega Trends – die nächste große Chance für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

von David Wulff

Mega Trends sind keine kurzfristigen Veränderungen, sie sind vielmehr grundlegende Entwicklungen, deren Auswirkungen über Jahrzehnte deutlich zu spüren sind. Einer dieser Mega Trends betrifft das „Internet der Dinge“. Es umschreibt, wie Gegenstände des Alltags miteinander kommunizieren können und eine Welt voller Effizienz und neuer Möglichkeiten eröffnet.

Die großen Spieler im Technologiebereich wie Apple, Google und Samsung investieren immense Summen in diese Entwicklungen. Beispiele sind Uhren die den Puls messen und die Schritte zählen, intelligente Kühlschränke, die melden wenn die Milch leer ist, Hausbeleuchtung die an geht, wenn die Bewohner nach Hause kommen oder Regler, die die Heizung automatisch herunter drehen, wenn niemand in der Wohnung ist. Ob medizinische Anwendungen, Lifestyle-Produkte oder Produkte zur Steigerung der Kosteneffizienz, die vernetzten Anwendungsmöglichkeiten sind breit gefächert. Ein Mega Trend wäre aber kein echter Mega Trend, wenn nur die Global Player investieren würden. Das Münchener Startup Tado° GmbH hat ebenfalls einen intelligenten, mit dem Smartphone verbundenen Regler für die heimische Heizung,entwickelt und ist damit sehr erfolgreich auf dem Markt. Das Rostocker Startup Fahrradjäger hat eine Lösung entwickelt, die das eigene Fahrrad mit dem Internet verbindet und vor Diebstahl schützt.
BOSCH und die TELEKOM haben eigene Inkubatoren für Unternehmen aus dem Bereich des Internets der Dinge, denn sie wollen die großartigen Chancen nicht verpassen, die dieser Mega Trend bietet. Dennoch befinden wir uns erst im Anfang dieser nEntwicklung, und das Rennen um neue Ideen und Geschäftsmodelle ist noch lange nicht entschieden. Es gibt jedoch einen Faktor der absolut entscheidend ist:
Entwickler!
Entwickler sind die treibende Kraft für Innovationen in jeder Branche und eine Ressource, die den entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen kann.
Unternehmen ohne eigene Entwickler sind gut beraten sich mit den entsprechenden Fachleuten zu vernetzen, denn häufig sind mehrere Disziplinen erforderlich. Die Entwicklung und Herstellung von elektronischen Geräten ist ebenso eine eigene Spezialrichtung, wie die Entwicklung der passenden Smartphone Apps. Kaum ein Gerät aus dem Bereich des „Internets des Dinge“ ist ohne eine Verbindung zum Smartphone denkbar.


Dieser kleine aber mächtige Computer mit Touchdisplay ist deutlich mehr als nur ein Telefon oder Kommunikationskanal. Es ist längst die Schaltzentrale für Heizungen, Rollläden, Leuchtmittel und Musikanlage geworden. Das Smartphone öffnet Autotüren, revolutioniert den Fahrradverleih und schickt sich gerade an EC- und Kreditkarten zu ersetzen. Alleine im Bereich des E-Commerce steigt der Umsatz über mobile Endgeräte derzeit jährlich um 13 Prozent. Wer nach der richtigen Idee sucht, der braucht sich nur in seinem eigenen Unternehmen umzuschauen. Die Potentiale liegen auf der Hand.
In den nächsten Jahren werden die Leute sowohl in ihrem beruflichen als auch im privaten Leben immer mehr Geräte und Systeme nutzen, die automatisch Daten über das Internet senden und empfangen. Die Herausforderung besteht darin, der Technologie einen menschlichen Anstrich zu geben und somit einen Zugang für die breite Masse zu schaffen. Damit einher geht der Anspruch die Datensicherheit als auch einfache und intuitive Benutzeroberflächen zu gewährleisten.
Ein Wachstumsmarkt der es in sich hat. Verschiedene Analysen prognostizieren ein enormes Wachstum bis 2019 für den Markt des „Internet der Dinge“. Aus Hardware-, Software- und Installationsumsätzen, Management-Services sowie Effizienzgewinnen in den anwendenden Unternehmen lässt sich ein Mehrwert von 1,5 Billionen Euro für die Weltwirtschaft errechnen. 6,7 Milliarden Geräte sollen bis 2019 im Internet der Dinge miteinander vernetzt sein.
Wer immer noch Zweifel an einer solch technisierten Zukunft hat, der wird über kurz oder lang deutlich ins Hintertreffen geraten. Hochschulen und Universitäten in Mecklenburg-Vorpommern bilden die Ingenieure, Entwickler und Unternehmer von morgen aus.
Gründungsinitiativen quer durch das Land fordern und fördern den Gründergeist und profilierte Unternehmen im Land bieten schon heute den passenden Zugang zu Technologie und Kapital.
Es sind mutige Ideen und Unternehmer gefragt, die den Schritt in die Zukunft wagen. Ob Startups oder etablierte Unternehmen, Mecklenburg-Vorpommern hat alle Voraussetzungen um im Rennen um die Wirtschaft der Zukunft dabei zu sein.

 

David Wulff ist Gründer und Geschäftsführer des Softwareunternehmens Müller & Wulff GmbH und der App-Schmiede rapidrabbit in Greifswald. Die Müller & Wulff GmbH bietet Lösungen für mobile Apps und Web Apps für Unternehmen an.

Dieser Artikel erschien zuerst in IHK Zeitschrift Faktor Witschaft

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